Aktuelles

Die Degustation vom 22. und 23. April ist bereits wieder passé – herzlichen Dank allen Besucher*innen, meinen tapferen Helfer*innen und natürlich den angereisten Weinproduzenten aus dem Piemont!

Und noch etwas: Private Degustationen für kleinere und grössere Gruppen lassen sich natürlich jederzeit arrangieren.

 

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Ich freue mich auf Ihren Besuch.

Ci vediamo presto, Enzo

Wie die Jungfrau zum Kind

und ich zum Wein kam

Nun ja, die eine Geschichte ist hinlänglich aus der Fachliteratur bekannt, die andere geht so...

Nachdem meine Promotionsarbeit über das Gift einer mittelamerikanischen Spinne ein glückliches Ende fand, gönnte ich mir einige Tage Erholung an der ligurischen Küste. Bei meinen Eltern, die ihren Urlaub seit einer gefühlten Ewigkeit am selben Ort, am selben Strand, im selben Liegestuhl mit den immer gleichen Freunden verbrachten ... Ganztägiges Sonnenbaden im Liegestuhl Nr. 15, Reihe 2, verlor aber bald seinen Reiz und so trat ich nach wenigen Tagen den Rückweg an, wie schon so oft im Fiat Panda. Für einmal aber nicht auf der Autobahn via Genua, sondern auf Nebenstrassen, über den Colle dei Giovetti Richtung Alba und dann über Turin nach Hause. So war der Plan.

 

Schon bald lagen die Monti Ligure hinter mir und ich gelangte in ein mir bis anhin unbekanntes Gebiet. Unzählige Hügel, auf jedem ein pittoreskes Dörfchen mit der obligaten Kirche, schon aus der Ferne erkennbar. An den Hängen wechselten sich Streifen in unterschiedlichen Grüntönen ab, von der Sonne beschienen ergaben sie einzigartige Farbmuster. Rebberge soweit das Auge reicht! Ich war ergriffen von dieser Landschaft, wollte sie näher erkunden, liess mich treiben, fuhr mal auf diesen Hügel, dann zu jenem Dörfchen, übernachtete mal da und mal dort. Und immer wieder Wein, es kam mir vor, als wäre ich in ein Bett voller Weinreben gefallen! Alles dreht sich hier um Wein, italienuntypisch verkommt hier Calcio für einmal zur Nebensache. Wein war mir bisher nur von Studentenpartys bekannt, meist im Segment von unter 10 Franken, mit den unvermeidlichen Kopfschmerzen danach. Ein guter Rioja zu Weihnachten vielleicht, gehörte zu den höchsten aller Weingefühle. Und ehrlich gesagt schmeckte mir Bier auch viel besser.

 

Dies sollte sich aber ändern als ich eines Abends in der Cantina del Rondo in Néive landete, im langgezogenen Gewölbekeller, der einst Stall und Lager zugleich war. Nach zahlreichen Antipasti, Primo und Secondo, immer begleitet von den Weinempfehlungen des Chefs, ging es schliesslich zum Dolce über. Der Chef meinte, dass da ein Moscato d’Asti sehr gut passen würde. Er schmeckte hervorragend und ich erkundigte mich nach der Adresse des Produzenten. Am nächsten Tag besuchte ich Bruno Rivetti, von der Cascina Vano … und dies war the beginning of a beautiful friendship, soviel sei schon jetzt verraten.

 

Zuhause angekommen schwärmte ich von der einzigartigen Landschaft, den unzähligen Antipasti, den köstlichen Tajarin al plin, dem Carne crudo, den Dolci … und natürlich vom Wein! Im folgenden Herbst waren meine Freundin und ich bereits wieder zu Besuch bei Bruno Rivetti, kauften ein paar wenige Flaschen von seinem Barbera Carulot, soviel wie unser bescheidenes Budget zuliess. Zum Abschied meinte er, falls wir einmal ein Fest mit Freunden organisieren möchten, dann käme er mit seinem Winzerfreund vorbei, Wein inklusive, versteht sich. Und tatsächlich, kurz nach Weihnachten trafen Bruno Rivetti und Fabio Pezzuto, Weinproduzent aus dem Roero, mit vollbeladenem Lieferwagen in Trimstein ein – auf ihrem Rückweg war der Wagen leer!

 

Im Herbst des folgenden Jahres half ich Bruno für zwei Wochen bei der Weinlese aus. Dabei lernte ich seine Familie und einzelne Prozesse der Weinzubereitung kennen. Trotz anstrengenden Arbeitstagen war es eine unvergessliche Zeit, in Gesellschaft von vielen lieben Menschen. Auf der Rückfahrt nach Hause blieb mir genügend Zeit, um über den Vorschlag von Bruno zu sinnieren, seinen Wein in der Schweiz zu verkaufen. Ich überlegte lange, denn es entsprach eigentlich so gar nicht meiner Kernkompetenz. Auf der Höhe von Domodossola war der Entschluss jedoch gefasst: Ich mache es! Fehlte bloss noch ein passender Name, irgendetwas in der Nähe von Enothek oder Vinothek sollte es sein … - da mich einige Freunde auch Enzo rufen war schliesslich der Schritt zur ENZOTECA nicht mehr weit. Ein neues Kapitel konnte aufgeschlagen werden …

Beppe Rivetti

Bruno Rivetti

Enzo Malli

Meine Wein Philosophie

© photo: tripadvisor.com/Bar Bistrot San Jacopino

© photo: havefun.events

Sobald man in die hügelige Landschaft der Langhe eintaucht, wird Wein nicht nur sichtbar anhand der bunten Rebzeilen, sondern auch spür- und unmittelbar erlebbar. Fast alles dreht sich hier um dieses edle und mit viel Liebe hergestellte Naturprodukt. Wein trinken und vor allem Wein geniessen ist echtes Kulturgut, der unverkrampfte und ungekünstelte Umgang mit Wein ist jedes Mal faszinierend. In solchen Momenten wünsche ich mir jeweils, dass ein klitzekleiner Teil dieser Weinkultur doch auch in die Schweiz überschwappen möge … Wie schön wäre es doch, ein Glas von diesem und vielleicht noch ein zweites von jenem Wein zu degustieren, Qualitätswein natürlich, Stuzzichini oder eine kleine Tagliere dazu und den  vorbeigehenden Menschen zuzusehen – Genuss pur, und alles zu einem vernünftigen fairen Preis!

Hinzu kommt, dass im Piemont die Weinkultur nicht bloss den Weinsnobs und älteren Menschen vorbehalten, sondern in allen Gesellschafts- und Altersschichten gleichermassen verankert ist. Bei uns scheitert das Aufkommen einer echten Weinkultur sehr oft schon am überteuerten Preis, am Angebot der Weine und leider auch nicht zu selten an der lieblosen Präsentation … Im Piemont wird man zum Beispiel nie erleben, dass bei der Bestellung von einem Glas Wein exakt 1 dl mit abgemessen wird. Es wird ungefähr eingeschenkt, mal mehr, mal weniger … mehr als 1 dl ist es bestimmt!

 

Mit meiner kleinen Weinhandlung möchte ich zumindest einen Hauch der piemontesischen Weinkultur zu uns bringen und ein paar auserlesenen Familienbetrieben eine Plattform für die Präsentation ihrer Weine bieten. Im Piemont gibt es unzählige Weinproduzenten von unterschiedlicher Grösse und Qualität: die einen stellen mittelmässige Weine her, haben aber professionelle Verkaufsstrategien, und wiederum andere produzieren zwar hervorragende Weine, wissen diese aber kaum zu vermarkten. Nur ganz wenige vereinigen beides, nämlich qualitativ gute Weine zu produzieren und diese auch professionell zu vermarkten.

 

Mit meinen Weinproduzenten verbindet mich eine langjährige Freundschaft: ich half mehrmals bei der Weinlese mit und lernte dabei die Prozesse der Vinifizierung kennen. Beeindruckt bin ich immer wieder von der Sorgfalt und vom Herzblut mit der die Weine produziert werden, vom unendlichen Reichtum an Variationen ihres Geschmacks, der geprägt wird vom Charakter des Terroirs, des Klimas, der Rebsorten und natürlich vom Winzer und seiner Handschrift.

 

Nicht zuletzt ist es mir auch ein Anliegen, ein klein bisschen mit dem ganzen Weinsnobismus aufzuräumen. Denn Hand aufs Herz, wer kann mit "integrierten Würznoten", "Anflug von Maggikraut", "Aromatik mit kandierten Früchten" und "astig-herber Nase" wirklich etwas anfangen? - ich jedenfalls nicht. Und wer kann einen Wein für 90 Franken von einem Wein für 15 Franken unterscheiden, wenn die Preisliste nicht zur Verfügung steht?  Ich halte es da schon eher mit Stuart Pigott und seinen Gesetzen und Irrtümern über Wein.

 

Ein- bis zweimal pro Jahr kommen meine Winzerfreunde zu Besuch und präsentieren ihre Weine, welche ganz unverbindlich verkostet werden dürfen. Probieren Sie dabei etwas Neues, suchen Sie das Gespräch mit den Winzern und lassen Sie sich von deren Enthusiasmus über Wein anstecken. Ignorieren Sie die Weinkommentare der anderen, vor allem von vermeintlichen Besserwissern und Weinkennern, finden Sie heraus, was Ihnen wirklich schmeckt. Denn nach Stuart Pigott gibt es nur einen Fehler …

 

Sie erhalten bei der Anmeldung für den Newsletter persönliche Einladungen zu öffentlichen Weindegustationen in Anwesenheit meiner Produzenten.

Gesetze und Irrtümer über Wein nach Stuart Pigott

© photo: amazon.de

Barolo

Barbaresco

Roero

Piemont und Wein,

 

zwei Dinge, welche untrennbar miteinander verknüpft sind! Und in der Tat, begünstigt durch die geographische Lage und einem einzigartigen Mikroklima, gedeihen an den lehmig-kalkhaltigen Hügellagen um die Hauptorte Asti und Alba einige der besten Weine Italiens. Es ist dies die Heimat der berühmten DOCG-Weine Barolo, Barbaresco und Roero, die reinsortig aus der Nebbiolo-Traube produziert werden. Nicht zu Unrecht ist die eindrückliche Hügellandschaft der Langhe und Teile des Monferratos im Jahre 2014 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Wie in vielen anderen Weinregionen Italiens werden zwar auch im Piemont verschiedene Rebsorten angebaut (z.B. Arneis, Barbera, Dolcetto, Freisa oder Moscato), doch der unangefochtene Star der Region ist und bleibt der Nebbiolo. Die am meisten angebaute rote Weinsorte ist allerdings Barbera. Unter den Weissweinen dominieren Cortese und Arneis. Einen grossen Teil der Rebfläche nimmt auch die Moscato-Traube ein, die Basis von blumigen, frischen Perlweinen.

Alle namhaften Weinsorten sind im Sortiment der Enzoteca Malli vertreten, darunter auch die DOCG-Weine aus den berühmten Anbaugebieten von Barolo, Barbaresco und dem Roero, auf welche ich hier etwas näher eingehen möchte, da die Weingüter meiner Produzenten in diesen Gebieten liegen.

 

Die DOCG-Anbaugebiete von Barolo, Barbaresco und Roero

 

Die Anbaugebiete von Barolo und Barbaresco liegen südlich des Flusses Tanaro, in der hügeligen Landschaft der Langhe. Das Barbaresco-Gebiet ist kleiner und gleichförmiger, das Barolo-Gebiet hingegen weitläufiger und, auch landschaftlich, vielfältiger. Das Roero-Gebiet liegt nördlich vom Tanaro, die Rebberge sind deutlich steiler, oft umsäumt von grösseren Waldabschnitten, und im Unterschied zum Barolo und Barbaresco sind die lehmig-kalkhaltigen Böden meist mit Sand durchsetzt. In allen drei Gebieten wird zwar die Nebbiolo-Traube angebaut, doch letztlich sind es die Expositionen der Rebberge und die Beschaffenheit des Bodens, welche die Unterschiede im Geschmack dieser drei DOCG-Weine ausmachen.

Weinregion Piemont

Roero DOCG

 

Das Landschaftsbild des Roero ist viel weniger von Rebbergen geprägt als in der Langhe. Gepflegte Rebzeilen werden hier unterbrochen von grösseren und kleineren Waldstücken, grünen Wiesen und verschiedenen Obstplantagen. Die zugelassenen Rebflächen verteilen sich auf 6 Gemeinden und auf Teilgebiete von weiteren 12 Gemeinden, die nördlich vom Tanaro liegen. Auf den sanddurchsetzten Böden reifen zwei charaktervolle DOCG-Weine: Zum einen der Roero Rosso, basierend auf der Nebbiolo-Traube, und dann der köstliche Roero Bianco, basierend auf der autochthonen Rebsorte Arneis. Die Weine aus dem Roero beziehe ich bei Claudio und Stefano Battaglino vom Weingut Patrunèt in Vezza d'Alba.

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

 

Roero-DOCG:

  • Rebsorte 95-100% Nebbiolo, maximal 5% andere Rebsorten
  • Die Trauben müssen aus den erwähnten Gemeinden des Roero-Gebietes stammen.
  • Lagerzeit 20 Monate, davon mindestens 6 im Holzfass (Roero Riserva 32 Monate, davon
    mindestens 6 im Holzfass)
  • mindestens 12.5 % Vol. Alkohol

 

Roero Arneis-DOCG:

  • Rebsorte 95-100% Arneis, maximal 5% andere Rebsorten
  • Die Trauben müssen aus den erwähnten Gemeinden des Roero-Gebietes stammen.
  • mindestens 11 % Vol. Alkohol

 

Barbaresco DOCG

 

Der Barbaresco wird oft als "kleiner Bruder" des Barolo bezeichnet, obwohl er qualitativ dem Barolo in nichts nachsteht. Über die Unterschiede im Geruch, im Geschmack und in der Farbe sind Bände geschrieben worden.

Das Barbaresco-Gebiet umfasst insgesamt 4 Gemeinden, nämlich Treiso, Nèive, S.Rocco Seno d'Elvio d'Alba und Barbaresco als Namensgeber. Die meisten Barbaresco-Weine sind Lagenweine, so z.B. die Einzellagen Asili, Gallina oder Rio Sordo. Aus dem Barbaresco-Gebiet, genauer gesagt aus Nèive, stammt mein Produzent Bruno Rivetti mit dem Weingut Cascina Vano.

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

  • Rebsorte ist ausschliesslich Nebbiolo
  • die Trauben müssen aus den 4 Gemeinden des Barbaresco-Gebietes stammen
  • Lagerzeit 26 Monate, davon mindestens 9 im Holzfass (Barbaresco Riserva 50 Monate, davon mindestens 9 im Holzfass)
  • mindestens 12.5 % Vol. Alkohol

 

 

Barolo DOCG

 

Der Barolo DOCG gilt gemeinhin als König der Weine. Das Barolo-Gebiet setzt sich aus elf verschiedenen Gemeinden zusammen, darunter die Gemeinde Barolo, welchem dem Anbaugebiet den Namen verlieh. Mehr als 90% der gesamten Barolo Produktion stammen jedoch aus nur 6 Gemeinden, die gemeinhin als Kerngebiet des Barolo betrachtet werden. Die Mehrzahl der Barolo-Weine sind heute Lagenweine. Der Name der Lage, auch Cru genannt, findet sich deshalb sehr oft auf dem Etikett der Flasche, z.B. Brunate oder Cannubi, um nur zwei der berühmten Einzellagen zu nennen. Aus dem Barolo-Gebiet stammen zwei meiner Produzenten, nämlich Flavio Saglietti aus La Morra (Azienda Agricola Saglietti) und Savio Daniele aus Novello (Le Strette).

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

  • Rebsorte ist ausschliesslich Nebbiolo
  • Die Trauben müssen aus den 11 Gemeinden des Barolo-Gebietes stammen.
  • Ertrag ist auf 8 t/ha beschränkt (ergibt maximal 56 hl Wein/ha)
  • Lagerzeit 38 Monate, davon mindestens 18 im Holzfass (Barolo Riserva 62 Monate, davon 18 Monate im Holzfass)
  • mindestens 13 % Vol. Alkohol

Meine Piemont Tipps

Geheimtipps sollen auch weiterhin geheim bleiben, sodass an dieser Stelle bloss Anregungen und Hinweise für das eigene Erkunden und Entdecken erwähnt werden: Schon bei der Anfahrt in die Weinregion lohnt sich zum Beispiel der Besuch einer historischen Reisfarm in der Region um Vercelli, dem grössten Reisanbaugebiet Europas. Und weiter wäre da noch zu erwähnen …

Tipp N°2

 

Osteria dei Sognatori, Alba

 

Für mich eine der coolsten Gaststätten im Piemont! Einfache Menus, serviert an langen Tischen durch gut aufgelegtes Personal, nicht selten mit Tatoos und Rastalocken verziert, Hauptsache unkompliziert. Einziger Wehmutstropfen: Man kann nicht im Voraus reservieren, muss draussen Schlange stehen, bis ein Platz frei wird – ist aber auch gut so!

Tipp N°3

 

Alta Langa, Robiola di Roccaverano und Osteria del Brutto Anatroccolo

 

Verlässt man Alba in östlicher Richtung, dann gehen die dominierenden Weinberge allmählich in grossflächige Haselnussplantagen der Alta Langa über. Was Viele nicht wissen: Nach der Türkei ist das Piemont der grösste Haselnussproduzent der Welt, daher auch Nutella in Alba! Nebst den Haselnusstorten gilt es in der Alta Langa aber auch den Robiola di Roccaverano zu verkosten, ein Ziegenkäse von besonderem Geschmack. Und ja, wenn man schon mal in der Alta Langhe ist, dann kann man sich den Kochkünsten von Carla und den Weinempfehlungen von Giovanni in der kleinen und feinen Osteria del Brutto Anatroccolo kaum entziehen. Ist zwar schwer zu finden, aber es lohnt sich!

Tipp N°1

 

Cheese, Käsemesse in Bra

 

Alle 2 Jahre findet im Städtchen Bra, rund 15 km westlich von Alba gelegen, die grösste Käsemesse der Welt statt – einfach nur purer Genuss! Käseprodukte aus der ganzen Welt werden hier feilgeboten, kaum zu glauben was es alles gibt, daneben werden aber auch viele Workshops angeboten und Konzerte veranstaltet. Das ganze Spektakel wird von Slow Food hervorragend organisiert, jener Bewegung, die in den 1980er Jahren von Carlo Petrini in Bra gegründet worden ist.

Weinreisen mit Enzo

Önologisch

 

Kulturelle Piemontreise 2022 / prov. Anmeldung

 

Zur Zeit sind wir an der Planung und Ausgestaltung der Piemont-Reise 2022, welche mit vielen Neuerungen und Überraschungen aufwarten wird. Wegen der grossen Nachfrage können Sie sich hier aber schon mal provisorisch voranmelden und das mögliche Programm anfordern. Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Personen beschränkt. Als kleiner Vorgeschmack hierzu der sehenswerte Trailer aus der Küche von Urs Widmer (Ex-Arena-Moderator) zur Piemont-Reise 2010. Auch auf YouTube anzuschauen.

 

Lautsprecher unbedingt einschalten. Viel Spass!

Meine Produzenten

nebbiolo d'alba doc

roero docg

barolo docg

barbaresco docg

alta langa docg

Meine

Weinproduzenten

PatrunÈt

Cascina Vano

Saglietti

Le Strette

CASCINA VANO

 

Im Sommer 2003 lernte ich Bruno Rivetti erstmals kennen. Diese Begegnung sollte nicht ohne Folgen bleiben, denn es war der entscheidende Auslöser für die spätere Gründung meiner Weinhandlung (siehe "über mich). Seine Azienda Agricola Cascina Vano liegt auf dem Hügelzug Rivetti gegenüber der Altstadt von Nèive, welche zu den schönsten Orten Italiens gezählt wird (I Borghi più Belli d'Italia).

Mit Bruno Rivetti und seiner Familie verbindet mich seither eine enge Freundschaft. Seit unserem ersten Kennenlernen ist die Cascina Vano stetig gewachsen, es wurden Rebberge hinzugekauft, der Keller erweitert und inzwischen sind auch seine beiden Kinder, Beatrice und Marco, in den Betrieb eingestiegen. Beatrice kümmert sich um die Kundenkontakte und Marco hilft seinem Vater in den Rebzeilen. Im Hintergrund wirken zudem die Grosseltern Anna und Beppe, welcher sich nun etwas weniger den Reben als vielmehr dem Trüffelsuchen zuwenden kann.

https://www.cascinavano.com

PATRUNÈT

 

Nach der bedauerlichen Aufgabe des Weingutes Malot, mein lieber Freund Fabio Pezzuto ist im Sommer 2019 auf tragische Weise verstorben, musste ich mich auf die Suche nach einem neuen Produzenten aus dem Roero machen. Mit Hilfe eines befreundeten Önologen bin ich schliesslich im Frühling 2021 fündig geworden: Die Azienda Agricola Patrunèt der Cousins Claudio und Stefano Battaglino liegt im DOCG-Anbaugebiet Roero, genauer gesagt in der Gemeinde Vezza d'Alba. Es ist ein kleiner Familienbetrieb in vierter Generation, der auf einer Fläche von 11ha rund 10-12'000 Flaschen pro Jahr produziert. Darunter die beiden Weissweine Roero Arneis DOCG und Favorita DOC, sowie den roten Roero DOCG, welche alle drei in meinem Sortiment aufgeführt sind. Der meiste Wein wird aber unabgefüllt an Private verkauft, sfuso, wie man hier zu sagen pflegt. Die beiden Cousins legen sehr viel Wert auf biologische Vielfalt und verzichten deshalb konsequent auf den Einsatz von Herbiziden auf den Böden zwischen den Rebzeilen. Durch die recht steilen Rebberge führen abwechslungsreiche Wander- und Bikerouten, welche sich wachsender Beliebtheit erfreuen. In einem ihrer Rebberge ist die Instandstellung eines Chabòt (kleines Holzhäuschen) geplant, wo künftig die Weine im Schatten der Weinreben degustiert werden können. Ein Besuch wird sie bestimmt freuen!

https://www.patrunet.it

SAGLIETTI

 

Flavio Saglietti lernte ich durch die Vermittlung von Bruno Rivetti kennen, da sie zusammen die Weinbaufachschule in Alba besuchten. Seine Azienda Agricola Saglietti befindet sich auf dem höchsten Punkt der Langhe, dem Bricco del Dente, oberhalb der Altstadt von La Morra, der grössten Gemeinde im DOCG-Anbaugebiet des Barolo. Von La Morra hat man einen einzigartigen Rundblick auf den Alpenbogen und die Hügelzüge der Langhe. Zu Füssen von La Morra liegt ein riesiges Amphitheater aus den berühmtesten Einzellagen des Barolo-Gebietes, unter anderen auch Cerequio und Brunate, zwei Crus im Sortiment der Azienda Agricola Saglietti und mir. Nebst den Rebbergen besitzt Flavio auch noch grössere Haselnussplantagen, da das Piemont als zweitgrösster Haselnussproduzent nach der Türkei gilt, und in Alba mit Ferrero (Nutella) einer der ganz grossen Abnehmer für Haselnüsse domiziliert ist.

http://www.sagliettiflavio.it

LE STRETTE

 

In unmittelbarer Nachbarschaft von La Morra und oberhalb von Barolo, liegt die Gemeinde Novello mit der Azienda Agricola Le Strette von Mauro und Savio Daniele. Ich lernte dieses Weingut auf einer meiner Weinreisen kennen, als ich mit meinen Gästen im Castello di Novello zum Abendessen war. Gastgeberin Manuela empfahl mir zum Apéro einen Weisswein aus einer Traubensorte, welche erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt worden war und nun von ein paar wenigen Winzern aus Novello vinifiziert wird. Langhe Nas-Cëtta del Commune di Novello nennt sich dieser ungemein bekömmliche Wein – ich war begeistert und fragte sofort nach einem dieser Produzenten.

Da auch Novello zu den 11 Gemeinden des DOCG-Anbaugebietes des Barolo gehört, werden in der Azienda Agricola Le Strette natürlich auch verschiedene Baroli ausgebaut. Es sind sehr körperreiche, volle Weine von unvergleichlicher Eleganz und Harmonie. Ich bin sehr stolz, einige ausgewählte Weine von Le Strette in meinem Sortiment führen zu können.

https://lestrette.com

SA.PE.RI.

 

Und schliesslich gibt es da auch noch Weine von Sa.Pe.Ri. in meinem Sortiment: 2008 entschlossen sich Flavio Saglietti, Fabio Pezzuto und Bruno Rivetti, von da kommt der Name, ihre eigenen Weine, aber auch Weine von anderen Produzenten, unter einem gemeinsamen Label zu vermarkten. Sie versprachen sich davon einen besseren Absatzmarkt bei Gastronomiebetrieben, welche fortan die Weine bei einem einzigen Lieferanten beziehen konnten. Nach wie vor vermarkten Flavio und Bruno aber ihre eigenen Weine unter den Labels Saglietti bzw. Cascina Vano.

https://www.albasaperi.it

Preisliste / Bestellung

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ENZOTECA MALLI

Dorfstrasse 32

CH-3083 Trimstein

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Telefon 031 839 86 20

Mobil: 079 588 70 71

E-Mail vini@enzoteca.ch

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PatrunÈt

Cascina Vano

Saglietti

Le Strette

Önologisch

 

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Zur Zeit sind wir an der Planung und Ausgestaltung der Piemont-Reise 2022, welche mit vielen Neuerungen und Überraschungen aufwarten wird. Wegen der grossen Nachfrage können Sie sich hier aber schon mal provisorisch voranmelden und das mögliche Programm anfordern. Die Teilnehmerzahl ist auf 8 Personen beschränkt. Als kleiner Vorgeschmack hierzu der sehenswerte Trailer aus der Küche von Urs Widmer (Ex-Arena-Moderator) zur Piemont-Reise 2010. Auch auf YouTube anzuschauen.

 

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E-Mail vini@enzoteca.ch

Aktuelles

Wie die Jungfrau zum Kind und ich zum Wein kam

Nachdem meine Promotionsarbeit über das Gift einer mittelamerikanischen Spinne ein glückliches Ende fand, gönnte ich mir einige Tage Erholung an der ligurischen Küste. Bei meinen Eltern, die ihren Urlaub seit einer gefühlten Ewigkeit am selben Ort, am selben Strand, im selben Liegestuhl mit den immer gleichen Freunden verbrachten ... Ganztägiges Sonnenbaden im Liegestuhl Nr. 15, Reihe 2, verlor aber bald seinen Reiz und so trat ich nach wenigen Tagen den Rückweg an, wie schon so oft im Fiat Panda. Für einmal aber nicht auf der Autobahn via Genua, sondern auf Nebenstrassen, über den Colle dei Giovetti Richtung Alba und dann über Turin nach Hause. So war der Plan.

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Meine Wein Philosophie

Sobald man in die hügelige Landschaft der Langhe eintaucht, wird Wein nicht nur sichtbar anhand der bunten Rebzeilen, sondern auch spür- und unmittelbar erlebbar. Fast alles dreht sich hier um dieses edle und mit viel Liebe hergestellte Naturprodukt. Wein trinken und vor allem Wein geniessen ist echtes Kulturgut, der unverkrampfte und ungekünstelte Umgang mit Wein ist jedes Mal faszinierend. In solchen Momenten wünsche ich mir jeweils, dass ein klitzekleiner Teil dieser Weinkultur doch auch in die Schweiz überschwappen möge … Wie schön wäre es doch, ein Glas von diesem und vielleicht noch ein zweites von jenem Wein zu degustieren, Qualitätswein natürlich, Stuzzichini oder eine kleine Tagliere dazu und den  vorbeigehenden Menschen zuzusehen – Genuss pur, und alles zu einem vernünftigen fairen Preis!

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Gesetze und Irrtümer über Wein nach Stuart Pigott

© photo: amazon.de

Weinregion Piemont

Piemont und Wein,

 

zwei Dinge, welche untrennbar miteinander verknüpft sind! Und in der Tat, begünstigt durch die geographische Lage und einem einzigartigen Mikroklima, gedeihen an den lehmig-kalkhaltigen Hügellagen um die Hauptorte Asti und Alba einige der besten Weine Italiens. Es ist dies die Heimat der berühmten DOCG-Weine Barolo, Barbaresco und Roero, die reinsortig aus der Nebbiolo-Traube produziert werden. Nicht zu Unrecht ist die eindrückliche Hügellandschaft der Langhe und Teile des Monferratos im Jahre 2014 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen worden.

Wie in vielen anderen Weinregionen Italiens werden zwar auch im Piemont verschiedene Rebsorten angebaut (z.B. Arneis, Barbera, Dolcetto, Freisa oder Moscato), doch der unangefochtene Star der Region ist und bleibt der Nebbiolo. Die am meisten angebaute rote Weinsorte ist allerdings Barbera. Unter den Weissweinen dominieren Cortese und Arneis. Einen grossen Teil der Rebfläche nimmt auch die Moscato-Traube ein, die Basis von blumigen, frischen Perlweinen.

Alle namhaften Weinsorten sind im Sortiment der Enzoteca Malli vertreten, darunter auch die DOCG-Weine aus den berühmten Anbaugebieten von Barolo, Barbaresco und dem Roero, auf welche ich hier etwas näher eingehen möchte, da die Weingüter meiner Produzenten in diesen Gebieten liegen.

 

Die DOCG-Anbaugebiete von Barolo, Barbaresco und Roero

 

Die Anbaugebiete von Barolo und Barbaresco liegen südlich des Flusses Tanaro, in der hügeligen Landschaft der Langhe. Das Barbaresco-Gebiet ist kleiner und gleichförmiger, das Barolo-Gebiet hingegen weitläufiger und, auch landschaftlich, vielfältiger. Das Roero-Gebiet liegt nördlich vom Tanaro, die Rebberge sind deutlich steiler, oft umsäumt von grösseren Waldabschnitten, und im Unterschied zum Barolo und Barbaresco sind die lehmig-kalkhaltigen Böden meist mit Sand durchsetzt. In allen drei Gebieten wird zwar die Nebbiolo-Traube angebaut, doch letztlich sind es die Expositionen der Rebberge und die Beschaffenheit des Bodens, welche die Unterschiede im Geschmack dieser drei DOCG-Weine ausmachen.

Roero DOCG

 

Das Landschaftsbild des Roero ist viel weniger von Rebbergen geprägt als in der Langhe. Gepflegte Rebzeilen werden hier unterbrochen von grösseren und kleineren Waldstücken, grünen Wiesen und verschiedenen Obstplantagen. Die zugelassenen Rebflächen verteilen sich auf 6 Gemeinden und auf Teilgebiete von weiteren 12 Gemeinden, die nördlich vom Tanaro liegen. Auf den sanddurchsetzten Böden reifen zwei charaktervolle DOCG-Weine: Zum einen der Roero Rosso, basierend auf der Nebbiolo-Traube, und dann der köstliche Roero Bianco, basierend auf der autochthonen Rebsorte Arneis. Die Weine aus dem Roero beziehe ich bei Claudio und Stefano Battaglino vom Weingut Patrunèt in Vezza d'Alba.

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

 

Roero-DOCG:

  • Rebsorte 95-100% Nebbiolo, maximal 5% andere Rebsorten
  • Die Trauben müssen aus den erwähnten Gemeinden des Roero-Gebietes stammen.
  • Lagerzeit 20 Monate, davon mindestens 6 im Holzfass (Roero Riserva 32 Monate, davon
    mindestens 6 im Holzfass)
  • mindestens 12.5 % Vol. Alkohol

 

Roero Arneis-DOCG:

  • Rebsorte 95-100% Arneis, maximal 5% andere Rebsorten
  • Die Trauben müssen aus den erwähnten Gemeinden des Roero-Gebietes stammen.
  • mindestens 11 % Vol. Alkohol

 

Barbaresco DOCG

 

Der Barbaresco wird oft als "kleiner Bruder" des Barolo bezeichnet, obwohl er qualitativ dem Barolo in nichts nachsteht. Über die Unterschiede im Geruch, im Geschmack und in der Farbe sind Bände geschrieben worden.

Das Barbaresco-Gebiet umfasst insgesamt 4 Gemeinden, nämlich Treiso, Nèive, S.Rocco Seno d'Elvio d'Alba und Barbaresco als Namensgeber. Die meisten Barbaresco-Weine sind Lagenweine, so z.B. die Einzellagen Asili, Gallina oder Rio Sordo. Aus dem Barbaresco-Gebiet, genauer gesagt aus Nèive, stammt mein Produzent Bruno Rivetti mit dem Weingut Cascina Vano.

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

  • Rebsorte ist ausschliesslich Nebbiolo
  • die Trauben müssen aus den 4 Gemeinden des Barbaresco-Gebietes stammen
  • Lagerzeit 26 Monate, davon mindestens 9 im Holzfass (Barbaresco Riserva 50 Monate, davon mindestens 9 im Holzfass)
  • mindestens 12.5 % Vol. Alkohol

 

Barolo DOCG

 

Der Barolo DOCG gilt gemeinhin als König der Weine. Das Barolo-Gebiet setzt sich aus elf verschiedenen Gemeinden zusammen, darunter die Gemeinde Barolo, welchem dem Anbaugebiet den Namen verlieh. Mehr als 90% der gesamten Barolo Produktion stammen jedoch aus nur 6 Gemeinden, die gemeinhin als Kerngebiet des Barolo betrachtet werden. Die Mehrzahl der Barolo-Weine sind heute Lagenweine. Der Name der Lage, auch Cru genannt, findet sich deshalb sehr oft auf dem Etikett der Flasche, z.B. Brunate oder Cannubi, um nur zwei der berühmten Einzellagen zu nennen. Aus dem Barolo-Gebiet stammen zwei meiner Produzenten, nämlich Flavio Saglietti aus La Morra (Azienda Agricola Saglietti) und Savio Daniele aus Novello (Le Strette).

 

die wichtigsten Produktionsbestimmungen:

  • Rebsorte ist ausschliesslich Nebbiolo
  • Die Trauben müssen aus den 11 Gemeinden des Barolo-Gebietes stammen.
  • Ertrag ist auf 8 t/ha beschränkt (ergibt maximal 56 hl Wein/ha)
  • Lagerzeit 38 Monate, davon mindestens 18 im Holzfass (Barolo Riserva 62 Monate, davon 18 Monate im Holzfass)
  • mindestens 13 % Vol. Alkohol

Meine Piemont Tipps

Weinreisen mit Enzo

Meine Produzenten

nebbiolo d'alba doc

roero docg

barolo docg

barbaresco docg

alta langa docg

Meine

Weinproduzenten

PatrunÈt

Cascina Vano

Saglietti

Le Strette

CASCINA VANO

 

Im Sommer 2003 lernte ich Bruno Rivetti erstmals kennen. Diese Begegnung sollte nicht ohne Folgen bleiben, denn es war der entscheidende Auslöser für die spätere Gründung meiner Weinhandlung (siehe "über mich). Seine Azienda Agricola Cascina Vano liegt auf dem Hügelzug Rivetti gegenüber der Altstadt von Nèive, welche zu den schönsten Orten Italiens gezählt wird (I Borghi più Belli d'Italia).

Mit Bruno Rivetti und seiner Familie verbindet mich seither eine enge Freundschaft. Seit unserem ersten Kennenlernen ist die Cascina Vano stetig gewachsen, es wurden Rebberge hinzugekauft, der Keller erweitert und inzwischen sind auch seine beiden Kinder, Beatrice und Marco, in den Betrieb eingestiegen. Beatrice kümmert sich um die Kundenkontakte und Marco hilft seinem Vater in den Rebzeilen. Im Hintergrund wirken zudem die Grosseltern Anna und Beppe, welcher sich nun etwas weniger den Reben als vielmehr dem Trüffelsuchen zuwenden kann.

https://www.cascinavano.com

SAGLIETTI

 

Flavio Saglietti lernte ich durch die Vermittlung von Bruno Rivetti kennen, da sie zusammen die Weinbaufachschule in Alba besuchten. Seine Azienda Agricola Saglietti befindet sich auf dem höchsten Punkt der Langhe, dem Bricco del Dente, oberhalb der Altstadt von La Morra, der grössten Gemeinde im DOCG-Anbaugebiet des Barolo. Von La Morra hat man einen einzigartigen Rundblick auf den Alpenbogen und die Hügelzüge der Langhe. Zu Füssen von La Morra liegt ein riesiges Amphitheater aus den berühmtesten Einzellagen des Barolo-Gebietes, unter anderen auch Cerequio und Brunate, zwei Crus im Sortiment der Azienda Agricola Saglietti und mir. Nebst den Rebbergen besitzt Flavio auch noch grössere Haselnussplantagen, da das Piemont als zweitgrösster Haselnussproduzent nach der Türkei gilt, und in Alba mit Ferrero (Nutella) einer der ganz grossen Abnehmer für Haselnüsse domiziliert ist.

http://www.sagliettiflavio.it

LE STRETTE

 

In unmittelbarer Nachbarschaft von La Morra und oberhalb von Barolo, liegt die Gemeinde Novello mit der Azienda Agricola Le Strette von Mauro und Savio Daniele. Ich lernte dieses Weingut auf einer meiner Weinreisen kennen, als ich mit meinen Gästen im Castello di Novello zum Abendessen war. Gastgeberin Manuela empfahl mir zum Apéro einen Weisswein aus einer Traubensorte, welche erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt worden war und nun von ein paar wenigen Winzern aus Novello vinifiziert wird. Langhe Nas-Cëtta del Commune di Novello nennt sich dieser ungemein bekömmliche Wein – ich war begeistert und fragte sofort nach einem dieser Produzenten.

Da auch Novello zu den 11 Gemeinden des DOCG-Anbaugebietes des Barolo gehört, werden in der Azienda Agricola Le Strette natürlich auch verschiedene Baroli ausgebaut. Es sind sehr körperreiche, volle Weine von unvergleichlicher Eleganz und Harmonie. Ich bin sehr stolz, einige ausgewählte Weine von Le Strette in meinem Sortiment führen zu können.

https://lestrette.com

PATRUNÈT

 

Nach der bedauerlichen Aufgabe des Weingutes Malot, mein lieber Freund Fabio Pezzuto ist im Sommer 2019 auf tragische Weise verstorben, musste ich mich auf die Suche nach einem neuen Produzenten aus dem Roero machen. Mit Hilfe eines befreundeten Önologen bin ich schliesslich im Frühling 2021 fündig geworden: Die Azienda Agricola Patrunèt der Cousins Claudio und Stefano Battaglino liegt im DOCG-Anbaugebiet Roero, genauer gesagt in der Gemeinde Vezza d'Alba. Es ist ein kleiner Familienbetrieb in vierter Generation, der auf einer Fläche von 11ha rund 10-12'000 Flaschen pro Jahr produziert. Darunter die beiden Weissweine Roero Arneis DOCG und Favorita DOC, sowie den roten Roero DOCG, welche alle drei in meinem Sortiment aufgeführt sind. Der meiste Wein wird aber unabgefüllt an Private verkauft, sfuso, wie man hier zu sagen pflegt. Die beiden Cousins legen sehr viel Wert auf biologische Vielfalt und verzichten deshalb konsequent auf den Einsatz von Herbiziden auf den Böden zwischen den Rebzeilen. Durch die recht steilen Rebberge führen abwechslungsreiche Wander- und Bikerouten, welche sich wachsender Beliebtheit erfreuen. In einem ihrer Rebberge ist die Instandstellung eines Chabòt (kleines Holzhäuschen) geplant, wo künftig die Weine im Schatten der Weinreben degustiert werden können. Ein Besuch wird sie bestimmt freuen!

https://www.patrunet.it

SA.PE.RI.

 

Und schliesslich gibt es da auch noch Weine von Sa.Pe.Ri. in meinem Sortiment: 2008 entschlossen sich Flavio Saglietti, Fabio Pezzuto und Bruno Rivetti, von da kommt der Name, ihre eigenen Weine, aber auch Weine von anderen Produzenten, unter einem gemeinsamen Label zu vermarkten. Sie versprachen sich davon einen besseren Absatzmarkt bei Gastronomiebetrieben, welche fortan die Weine bei einem einzigen Lieferanten beziehen konnten. Nach wie vor vermarkten Flavio und Bruno aber ihre eigenen Weine unter den Labels Saglietti bzw. Cascina Vano.

https://www.albasaperi.it

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